Wie wir einstufen

Stand: 16. August 2026

Über jedem Ratgeber auf dieser Seite steht eine Ampel. Sie sagt in einem Blick, wie gut die beschriebene Methode untersucht ist — bevor Sie den Text lesen, nicht danach im Kleingedruckten.

Die vier Stufen

🟢 Belegt

Mehrere unabhängige Untersuchungen zeigen in dieselbe Richtung. Wir nennen sie im Artikel.

🟡 Gemischte Studienlage

Es wurde untersucht, aber die Ergebnisse widersprechen sich oder der Effekt ist klein. Wir schreiben dann, unter welchen Bedingungen etwas funktioniert hat — und unter welchen nicht.

🔴 Nicht belegt

Die Methode kursiert breit, aber es gibt keine belastbare Untersuchung. Auf solchen Seiten empfehlen wir kein Produkt und verlinken keinen Shop.

⚖️ Rechtslage entscheidet

Manchmal ist die wichtigere Frage nicht, ob etwas wirkt, sondern ob es erlaubt ist — beim Maulwurf etwa, bei Wespen oder bei Essig auf befestigten Flächen. Dann prüfen wir die Rechtsgrundlagen im Wortlaut.

Die Regel, die uns am meisten kostet

Bei 🔴 verlinken wir nichts. Kein Produkt, keinen Shop, keinen Partnerlink. Auch dann nicht, wenn sich damit gut verdienen ließe — gerade bei unbelegten Methoden ist die Kaufbereitschaft nämlich besonders hoch.

Der Grund ist einfach: Wer für eine unbelegte Methode Produkte verkauft, ist genau die Sorte Seite, gegen die wir antreten — unabhängig davon, wie vorsichtig der Text formuliert ist. Diese Regel prüfen wir vor jeder Veröffentlichung maschinell nach.

Und andersherum: Wo wir etwas empfehlen, sagen wir auch, wovon wir abraten. Beim Schneckenschutz etwa raten wir von Kupfer-Maschendraht ab, obwohl wir daran mitverdienen könnten — weil er in Tests schlechter abschneidet als das Band.

Wir sagen nie „funktioniert nicht“

Zu fast jeder Methode gibt es Menschen, die sie ausprobiert und einen Erfolg gesehen haben. Die Bierfalle ist das beste Beispiel: Morgens liegen tote Schnecken darin. Das ist keine Einbildung, das ist eine Beobachtung — und sie stimmt.

Wer solchen Lesern „das funktioniert nicht“ entgegenhält, sagt ihnen im Grunde, sie hätten sich das eingebildet. Das ist unhöflich, es ist unnötig — und meistens ist es auch noch ungenau. Die Bierfalle tötet Schnecken, verlässlich sogar. Sie schützt nur trotzdem nicht, weil sie mehr anlockt, als sie fängt. Beides ist wahr, und es widerspricht sich nicht: Es sind zwei verschiedene Fragen.

Deshalb ist jeder Artikel zu einer zweifelhaften Methode bei uns dreiteilig:

  1. Was du beobachtest — und warum diese Beobachtung richtig ist.
  2. Was dabei tatsächlich passiert — der Mechanismus dahinter.
  3. Was daraus für dein Beet folgt — die Bilanz am Ende der Saison.

Und wo eine Methode unter bestimmten Bedingungen doch etwas bringt, schreiben wir das hin, statt pauschal abzuraten. Bierfallen weit weg vom Beet, am Grundstücksrand, sind etwas anderes als Bierfallen mitten im Salat. Wer die Methode trotzdem nutzen will, soll wenigstens erfahren, wie sie am wenigsten schadet.

Warum wir Leser fragen — und was das wert ist

Unter vielen Ratgebern steht ein kurzes Formular: Hat es bei dir funktioniert? Wir sammeln diese Erfahrungen und zeigen sie offen an.

Erfahrungsberichte sind keine Studie, und wir tun auch nicht so. Wer eine Methode ausprobiert, schaut danach genauer hin und findet weniger Schaden, weil er anders hinsieht. Der Schädlingsdruck schwankt ohnehin von Jahr zu Jahr. Und wer keinen Erfolg hatte, meldet sich seltener. Tausend „bei mir hat's geklappt“ beweisen deshalb nichts.

Deshalb fragen wir zusätzlich das Eine, worauf es ankommt: Gab es eine Vergleichsfläche ohne die Methode? In der Auswertung zeigen wir beide Zahlen getrennt. Wenn die Erfolgsquote bei denen mit Vergleichsfläche deutlich abfällt, ist das ein echter Befund — und einer, den sonst niemand erhebt.

Was Sie hier nicht finden

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